Gelegenheitsstempel zur Thematik "Deutsche Einheit"

Gelegenheitsstempel zur Thematik "Deutsche Einheit"

(Klaus Hoch, Rotenburg)

Auf unserem Mitgliedertreffen 2006 in Stollberg hatte ich mich auf das Wagnis eingelassen, mich um die Erfassung der zu unserem Sammelgebiet passendenStempel, Vignetten und Bild- oder Textzudrucke zu kümmern. Über meine ursprünglichen Vorstellungen habe ich im Rundbrief  Nr. 30 berichtet.

Nach reiflicher Überlegung (und auch der fehlenden Resonanz bei unseren Mitgliedern, vorhandene Belege mit Fotokopien  zu melden) habe ich mich unterdessen aber entschlossen, mich ausschließlich auf die amtlichen Gelegenheitsstempel (Hand und Maschine) zu konzentrieren und zwar aus folgenden Gründen:

-  An der Erfassung der Handstempel ("Losungsstempel") arbeitet unser ehemaliges
   Mitglied Horst Geyermann. Er hat mir zugesagt, die uns interessierenden herauszu-
   
filtern, wenn seine Arbeit zu einem (eventuell vorläufigen) Abschluss gekommen ist.

-  Für Absender-Freistempel gibt es eine Spezial-AG, die an einer Katlogisierung arbeiten
   soll und weit bessere Möglichkeiten hat als ich.

-  Für Text- und Bildzudrucke sowie Vignetten gibt es nach meiner Kenntnis keine umfas-
   sende und zuverlässigen Unterlagen, zuma diese Belege wohl alle nicht postamtlich sind.
   Das Ergebnis eines Zusammentragens lediglich aus den Beständen unserer Mitglieder
   wäre ein rein zufälliges.  

 

 

 

 

Öffnung der Grenze zwischen Ungarn und Österreich 1989

 philatelistische Belege als Dokumente zu den Ereignissen
                                    vom 19. August 1989

 

Ungarn war das erste kommunistische Land, an dessen Grenze der "Eiserne Vorhang" fiel.

Ab Sommer 1989 schwoll die Zahl jener DDR-Bürger an, die nach ihrem Ungarn-Urlaub am Balaton (Plattensee) nicht mehr in den deutschen "Arbeiter- und Bauernstaat" zurückkehren wollten und einen Weg über den eisernen Vorhang nach Österreich suchten. Zur Massenflucht kam es dann am 19. August an der österreichisch-ungarischen Grenze bei Sopron (Ödenburg) anlässlich des, von der Paneuropabewegung veranstalteten "Paneuropäischen Picknicks“. Hunderte von DDR-Bürgern flüchteten dabei durch ein geöffnetes Grenz-Durchgangstor in die Freiheit nach Österreich.

Am 10. September kündigte daraufhin die ungarische Regierung an, alle DDR-Bürger Richtung Westen ausreisen zu lassen. Diese Grenzöffnung gilt als ein wichtiger Schritt in Richtung des Falls der Berliner Mauer, der im November 1989 stattfand.

Trotz der Bedeutung der Vorgänge in Ungarn für die jüngste europäische Geschichte, ist auffallend, dass bis Mitte 2014 nur zwei ungarische und zwei ausländische Sondermarken zur Grenzöffnung zwischen Ungarn und Österreich erschienen sind. Auch die Menge an philatelistischen Belegen ist überschaubar. Die größte Anzahl an philatelistischem Material erschien 2009 anlässlich des 20sten Jahrestags der Grenzöffnung. Verglichen mit der fast unüberschaubaren Menge an Belegen zum Thema „Öffnung der innerdeutschen Grenze“ kann hier eine erfrischend zurückhaltende Ausgabepolitik festgestellt werden.

Auf den folgenden Seiten wird ein Überblick auf diese
philatelistischen Dokumente gegeben.

 

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Vor 60 Jahren – Aktion Ungeziefer

Leben in der Sperrzone an der Grenze der DDR zur BRD

Am 26.5.2012 wurde in der Gedenkstätte „Hötensleben“ in einer Gedenkfeier der Opfer der im Mai 1952 begonnenen „Säuberung“ der grenznahen Gebiete an der DDR-Grenze zur BRD gedacht. Die Aktionen wurden unter den Bezeichnungen „Aktion Ungeziefer“ und „Aktion Kornblume“ durchgeführt. Rund 12000 DDR-Bürger wurden damals aus den Grenzgebieten zwangsausgesiedelt und ihre Häuser und Dörfer zum Teil zerstört.

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Das Kriegsende 1945

Der 2. Weltkrieg war beendet! Noch vor der Kapitulation aufgegebene Post wurde von den Alliierten Truppen zurückgehalten und erst später dem Empfänger zugestellt. Dabei wurden  die Symbole des Nationalsozialismus unkenntlich gemacht. An vielen Belegen, auch Überroller genannt, die erst im Juli 1945 oder noch später in die Hände der Empfänger gelangten, ist  das gut nachzuvollziehen. Bei Postsendungen, die noch in die Kampfhandlungen gerieten, wurde z. B. vor der Auslieferung der Hitlerkopf der Briefmarke geschwärzt. Es handelte sich  aber dabei nicht um Sächsische Schwärzungen! Solche amtlichen Provisorien waren im Bundesland Sachsen ab 8. Mai 1945 bis zur Herausgabe neuer Postwertzeichen Ende Juni 1945 möglich. Kurzzeitig gab es auch Lokalausgaben, die von verschiedenen Städten und Gemeinden der sowjetisch besetzten Zone aufgelegt und von der Post anerkannt waren. Die einzelnen Länder im gesamten besetzten Deutschland gaben gleichfalls eigene Postwertzeichen heraus, die recht attraktiv gestaltet waren und ein beliebtes Sammelgebiet sind. Diese konnten bis 31. Oktober 1946 verwendet werden. In der SBZ waren es die Länder: Berlin und Brandenburg, Provinz Sachsen, Mecklenburg – Vorpommern, Thüringen, Bundesland Sachsen, West – Sachsen, Ost – Sachsen

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